Samstag, 6. November 2010

Pony nach Hause telefonieren

"Vergiss nicht - man braucht nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen." - Marc Aurel

Wenig heißt in meinem Fall: Familie, Freunde und Heimat. All das werde ich bald wieder um mich haben und das Glücksgefühl, das mich gerade durchströmt, ist unbeschreiblich!
Wir haben eine wunderschöne Wohnung gefunden, allerdings nicht in der Studienstadt, sondern in der hessischen Heimat. Ich werde also viel Zeit im ICE verbringen, viel Geld dafür bezahlen und morgens damit nicht glücklich sein - aber abends, wenn ich nach Hause komme und mich spontan mit den Liebsten treffen kann. Und in den Ferien, wenn ich nicht alleine zu Hause sitze und Heimweh habe, sondern vermutlich nicht weiß, mit wem ich zuerst etwas unternehmen soll. Und nachts, wenn ich zwar allein in unserem großen Bett liege, aber ich weiß, dass ein guter Freund samt Frau direkt nebenan wohnt und wir uns schon am nächsten Tag wiedersehen werden. Und überhaupt werde ich meine Großeltern wieder öfter sehen, kann für meine Oma, die sich sehr einsam fühlt, da sein und sie unterstützen. Kann ihr endlich etwas von dem zurückgeben, was sie mir all die Jahre gegeben hat.

Kann allein sein, ohne mich einsam zu fühlen. Und das alles hätte ich HIER nicht.

Vor ein paar Jahren wurde mir meine Heimat madig gemacht. Ich wollte nur weg - egal wohin, Hauptsache weg! Zum Glück hab ich nach einiger Zeit verstanden, dass es nicht die Heimat selbst war, die ich nicht mehr mochte, sondern die falschen Menschen um mich herum. Über diese Erkenntnis bin ich heute umso glücklicher, denn "nach Hause kommen" fühlt sich so wunderbar an.

Mach's gut Bayern, es war seltsam hier. Hallo Hessen, ich freu mich auf dich!

Glückseelige Grüße vom

Pony

2 Kommentare:

  1. Klingt nach einer klugen Entscheidung.
    :)

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  2. O das kenne ich,hatte immer Fluchtfeflexe und fand meine Stadt "ätzend". Jetzt hab nach langem Hin und her hier ein tolles Fleckchen gefunden und genieße meine (wenn auch Oberflächen-) Wurzeln!
    Den Wert von Wurzeln erkennt man (wie bei vielem) meist erst,wenn man mal wie ein Stöckchen durch die Gegend trieb. Toll,das man nie auslernt!
    Alles Liebe!
    Ela

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