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Donnerstag, 23. Januar 2014

Ohoh!

Er: "Du guckst so!"

Sie: "Wie?!"

Er: "Na so, als hätte ich heut nix mehr zu lachen!"

Wie klug er doch ist, der Mann. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er KEINE Handtücher für unser langes Wochenende eingepackt hat *grrrr*

Frau kann sich doch echt nicht um alles kümmern :-/

Das muss MINDESTENS mit einem Besuch in Schönbrunn wieder gut gemacht werden. Sonst bin ich zum 3. Mal in Wien und zum 3. Mal nicht in Schönbrunn.

Virtuelle Postkarte aus Wien an euch ;)

Pony

Samstag, 18. Januar 2014

Hamburg, my love

Das Schicksal meinte es mal wieder gut mit uns und bescherte dem Liebsten und mir überraschend einen Kurztrip in die schönste Stadt der Welt. Seine Eltern hatten mit Freunden Karten für Das Phantom der Oper gekauft und wollten den Besuch mit einem gemeinsamen Wochenende in Hamburg verknüpfen. Nun konnten die beiden leider arbeitsbedingt nicht mit und die Karten ließen sich auch nicht mehr verkaufen. Also sind wir am Donnerstagmorgen ins Auto gesprungen und gen Norden gedüst.

Wettertechnisch hatten wir Glück, ab und an regnete es etwas, aber es hielt sich in Grenzen. Im Übrigen ist es natürlich klar, dass die Frau, die ohne Regenjacke nach Schottland fährt, auch keinen Schirm mit nach Hamburg nimmt, nech ;)

Alles in allem hatten wir 2 tolle Tage. Falls ihr noch überlegt, ob ihr euch die Aufführung ansehen sollt oder nicht: Tut es! Wir waren alle restlos begeistert. Ich habe noch nie ein Musical gesehen, das mit einer solchen Anzahl an Kostümen und Requisiten aufwartet. Wir kamen uns fast vor wie im Kino. Ich kannte die Texte nur auf Englisch, fand die Übersetzungen aber gut und die Sänger haben mich wahnsinnig beeindruckt.

Samstag haben wir im Alsterpavillion gefrühstückt. Dort gab es das beste und umfangreichste Buffet, das ich je gesehen habe. Obwohl ich es eigentlich hasse, vom Buffet zu essen, hab ich richtig reingehauen. Für 8,80€ pro Person (inkl. O-Saft, exkl. Kaffee) kann man echt nicht meckern. Das einzige, was mir in Hamburg immer wieder sauer aufstößt ist, dass es in den wenigsten Cafés laktosefreie Milch gibt *grml*

Tagsüber bin ich mit der Schwiegermutti gemütlich durch die Stadt gebummelt und hab mir mit ihr die neuesten (schrecklichen!) Frühjahrstrends angeschaut. Jogginghosen werden einfach nienieniemals salonfähig, verdammt!

Abends haben wir dann das weltbeste schwangerentaugliche Sushi gegessen. Die Schwiegereltern hatten einen Tisch bei Henssler & Henssler reserviert und ich finde, der Besuch hat sich echt gelohnt. Ok, die Getränke sind unverhältnismäßig teuer (3,50€ oder waren's 4,50€ für ne 0,2er Cola?!? Mal ernsthaft, Cola ist Cola und es gibt in meinen Augen keinen Grund, für diese so viel Geld zu verlangen!).


Das Essen war super lecker und obwohl der Laden voll war, mussten wir nicht lange warten. Bei diversen "Schnellrestaurants" stand ich schon länger. Auch der Service war sehr aufmerksam, schnell und freundlich.

Hinten: Chicken Teriyaki; vorne: Spicy Duck

Leider hab ich heute ein Blockseminar in der Uni, deshalb mussten wir heute Nacht noch nach Hause fahren :((

Beschäftigung auf der Fahrt: Knöpfe annähen *örgs*

Montag, 26. August 2013

Statt Postkarten ;)

Moin zusammen :)

Vielen lieben Dank erstmal für eure Kommentar zum letzten Post, ich habe mich sehr über eure durchweg positiven Reaktionen gefreut!

Großspurig habe ich auch angekündigt, dass es wieder öfter was zu lesen gibt - und dann bin ich in Urlaub gefahren, ohne zu wissen, ob ich überhaupt mit dem www verbunden sein werde *sfz* Aber was soll's, "dieses Internet" ist ja zum Glück sogar in den entlegendsten Regionen der Welt angekommen, weshalb ich euch nun eine virtuelle Postkarte vom Comer See zukommen lassen kann.



Im April war es grau und kalt und mir ging es schlecht, also habe ich von Muttern zu 2 gemeinsamen Wochen in Italien überreden lassen. Nunja. Dumm war's nicht, aber die klügste Idee aller Zeiten sieht auch anders aus. Seit Samstag sind wir nun hier, die fast 8 stündige Fahrt haben wir gut überstanden. Allerdings gehen uns nun langsam aber sicher die Gesprächsthemen aus :-/ Sowas hatte ich befürchtet, da sie und ich in völlig unterschiedlichen Welten leben. Oft habe ich das Gefühl, meine Mutter sieht nur die negativen dinge des Lebens, kann sich nur beschweren. Egal, wie schön es gerade ist, irgendwas findet sie immer, worüber sie meckern kann. Und wenn gerade nichts greifbar ist, muss ihre Ehe herhalten oder irgendwelche anderen Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit. Zwar hatte ich das irgendwie befürchtet, aber doch gehofft, dass der Urlaub sie etwas ablenkt.

Am Donnerstag habe ich Geburtstag und den werden wir in Mailand feiern. Ich hoffe, dass sie sich wenigstens da ein bisschen zurück hält, denn für mich war es echt eine Überwindung, über meinen Geburtsag weg zu fahren! Ich feiere nämlich wahnsinnig gern und liebe spontane Überraschungsbesuche usw. Fällt ja nu alles weg. Selbst Anrufe werde ich nur bedingt entgegen nehmen können, weil wegen Handykosten und so *seufz* Nunja, abwarten und Latte Macchiato trinken, vielleicht gibt sie sich ja noch nen Ruck...

Ich wünsche euch ne schöne Zeit und schicke ein bisschen Sonne nach Deutschland :)

Pony

Montag, 11. Juni 2012

Pros & Cons

Vorteile von Städteurlaub: Die Einkaufsmöglichkeiten!


Nachteile: Das Gewicht des Koffers (23,5 Kilo!) und die Wäscheberge danach!!


Ich bin dann mal wech *ächz*

Übrigens war ich nur 5 Tage weg und bin mit etwa 13 Kilo losgeflogen...

Donnerstag, 11. November 2010

Expo 2010 in Shanghai Teil 2

Soo,

ein paar Bilder hab ich noch ;)

Griselda fragte nach dem letzten Post, worin der Sinn einer Weltausstellung eigentlich liegt und genau das war auch die Frage, die mich diesen Tag über sehr beschäftigt hat. Viele Pavillons haben mir nicht gefallen. Das lag vor allem daran, dass ich nicht verstehen konnte, inwiefern das Gezeigte das Land repräsentieren soll. Vieles war langweilig gestaltet und wirkte lustlos. Sehr viel Wert lag scheinbar auf Technik: Überall gab es riesige Monitore mit allerhand Filmen, die aber auch selten eine wirkliche Vorstellung des Landes vermittelten.

Irland ist hier mein Paradebeispiel: Äußerlich gefiel mir der Pavillon sehr gut, war über und über bedeckt mit Gras. Wie Irland eben. Nur die Sonne im Hintergrund hat nicht so gut gepasst ;)



Innen dann die pure Enttäuschung: Ein lieblos gestalteter Zeitstrahl zur Geschichte, eine komische Videoperformance und sowas hier:



Erklärungen (wenn es denn welche waren) nur auf Chinesisch. Und mal ehrlich: Was will das sagen? Dass wir in modernen Zeiten leben? Dass auch in Irland die Zeit nicht stehen geblieben ist? Dass die Küche von damals viel cooler und gemütlicher aussieht als die neue?

Das gibt's in China auch und eigentlich überall, dafür brauch ich keine Expo.

Hier nochmal ein Ausschnitt aus der Videoperformance. Von der Art her war sie cool, weil sie ganz merkwürdig gespiegelt war und sie dadurch interessant wirkte. Der Inhalt aber war nicht besonders: Man sah Sportler, Menschen in der Stadt (als würden die Chinesen das nicht kennen!), viel Grün und eine Mutter mit Kind. Gibt's alles nur auffer Insel oder was?


Ob das Fußball, Football, Kricket oder weiß der Geier war, weiß ich nicht mehr. Ging auch alles zu schnell. Vom Outfit der Spieler her tippe ich aber auf Fußball. Sind die Iren da so gut? Wusste ich gar nicht.

Eine weitere Frage, die mich beschäftigte, war die Kostenfrage. Das Ganze kostet doch wahnsinnig viel Geld und wenn die Ausstellung zu Ende ist, wird das meiste wieder in den Boden gestampft. Woher kommt das Geld? Sind das Steuergelder, die da verbraten werden? Wie viel Budget steht da zur Verfügung? In Deutschland scheinbar mehr als z.B. in Indonesien, zumindest war der Pavillon etwa doppelt so groß (oder sogar dreifach?)?
Warum wird so viel Wert auf technische Spielereien gelegt, wenn das Land selbst eigentlich für ganz andere Dinge bekannt ist? Irland z.B. hätte doch viel mehr mit seiner keltischen Vergangenheit arbeiten können oder sich so präsentieren können, wie es eben ist: mystisch, malerisch, nass. Schafe gibt's dort doch zu Hauf, mehr oder weniger leckeres Bier in urigen Pubs, Folkmusic und in Dingle sogar nen Delfin! Und und und.

In Shanghai waren die Eintrittspreise relativ human, wenn ich mich recht erinnere, haben wir 2000 in Hannover mehr bezahlt. Wenn man nun alle Ausgaben, die so ein Tag (oder eher zwei - drei, an einem sieht man eh fast nix) zusammen nimmt, kann man davon wahrscheinlich schon einen Städtetrip bezahlen und sich ein wirkliches Bild davon machen, was dieses Land ausmacht. Wenn man nicht gerade in der Veranstaltungsstadt wohnt, kommt es doch fast einem Urlaub gleich, dorthin zu fahren, zu nächtigen und zu essen, oder seh ich das falsch?

Andererseits hatte ich in Hannover aber auch in fast jedem Pavillon das Gefühl, ich bin DA. Ich bin nicht mehr in Hannover, ich bin in Südafrika. Das war Wahnsinn. Ist aber auch schon 10 Jahre her. Mag daran liegen, dass ich zu diesem Zeitpunkt außer Deutschland noch nichts gesehen hatte. In den letzten 10 Jahren hat sich da doch einiges getan ^^

War von euch schonmal jemand auf einer Expo? Wo? Wie war es für euch? Schreibt doch mal wieder was ;)

So, jetzt gibt's noch ein paar Fotos:


Hinweisschilder auf Chinesisch, das war unglaublich praktisch. *gnah*


Das war im türkischen Pavillon. Wie diese Technik heißt, weiß ich nicht (kann leider immernoch kein Chinesisch), aber es war echt irre, wie schnell der Kerl war und was aus dieser Plörre geworden ist. Ein bisschen Farbe hier...


...ein bisschen rühren und spritzen...


...tadaa!!




 Ukrainischer Pavillon: Restaurant und...



...Strohfiguren. Leider war der Bastelmensch gerade essen oder auf dem Klo, hätte das ja gern live gesehen (übrigens ließen viele Chinesen die Teller noch halb voll zurück. Ich hatte dummerweise kurz vorher schon was gegessen und war pappsatt).


Der Töpfermensch war toll! Der hat nicht nur lustige Krüge getöpfert, der konnte Deutsch. Und wir hatten ein sehr lustiges Gespräch. Triffste in Shanghai nen Tunesier der Deutsch kann. Sachen gibt's...


Hier war wohl leider nicht genug Budget vorhanden, deswegen gab's keine Live-Vorführung, sondern ein Video. Endlich wurden diese Dinger sinnvoll genutzt! Unglaublich, wie schnell man einen Teppich weben kann, wenn man's kann! Das Video hat mir mit am besten gefallen, weil es typische Handwerke aus dem Land gezeigt hat und auf unnötigen Schwachsinn verzichtet wurde. Sehr interessant.


Nun die große Frage: Bitte wo geht's zurück? (Dank vieler Falschinformationen war ich geschlagene 2,5 Stunden unterwegs bis zum Hotel. Danke hiermit an die netten Infoleute, die einfach nicht geschnallt haben, dass ich auf die andere Flussseite muss und NICHT im Kreis ums Gelände fahren will!)

So, viel spannendes gibt's nun nicht mehr, aber ich werd nochmal in den restlichen Fotos schmökern und dann in den nächsten Tagen noch die beiden letzten Reisetage zusammenfassen. Da waren wir auf Wohnungssuche, lecker Essen (man muss ja essen, was auf den Tisch kommt *quak*) und haben den letzten Tag bei strömendem Regen und Tropentemperaturen verbracht. Das war schöner, als man denkt.

Ich werf mich jetzt mit "Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter" auf die Couch und hoffe, dass uns der Wind das Dach nicht vom Kopf weht! Heute Mittag war's hier so schön sonnig und warm, kann das nicht so bleiben?!

Einen schööönen gemütlichen Abend wünsch ich euch,

Pony <3

Mittwoch, 3. November 2010

Expo 2010 in Shanghai Teil 1

Hallöchen :)

Da bin ich mal wieder. Leider war meine gute Laune zu Hause bald verflogen, weil sich die Wohnungssuche als sehr viel schwieriger als erwartet herausstellte. Da wir nun immernoch nichts haben (noch nichtmal in Aussicht), haben wir beschlossen wieder in die heimatlichen hessischen Gefilde zu ziehen. Das ist zwar mit ein bisschen Fahrerei verbunden, aber ich kann gerade nicht in Worte fassen, wie glücklich mich das macht!

So, nun geht's aber endlich weiter mit viiiielen Bildern und wenigen Worten. Es war heiß, völlig überfüllt, die Wege seeehr weit und die Schlangen seeeeeeeeeeeeeeeeeehr lang! Die Folge ist, dass ich nicht sehr viel gesehen habe, aber es war ein weiterer Tag, der vorbei war. Auch schön!


Ufos gab's da (ich hab vergessen, welcher Pavillon das war *schäm*)



Auf die Fähre, fertig, LOS!



Die Aussicht von der Fähre aus.


Das Expo-Maskottchen. Da ich nicht weiß, wie es heißt, hab ich es einfach "Männlein" getauft. Irgendwie finde ich es niedlich *gg*


Das müsste in Indonesien gewesen sein, sicher bin ich mir leider nicht. Der Pavillon war sehr klein und viiel zu voll, deswegen bin ich schnell geflüchtet!


Sandalenfüßler aufgepasst!


Das mag ich am Liebsten: Künstler oder Handwerker, die typische Dinge aus ihrer Heimat präsentieren. Hier der Tiki-Schnitzer...


...dort die Seidenmalerin.


Verbildlichter Zeitstrahl in Australien. Den Blick des Schafes fand ich einfach zu geil xD


Beschäftigung des Tages: Anstehen!


Coole Inszenierung in Australien. Diese Bildschirme sind hoch- und runtergefahren und das "Innenleben" hat sich damit auch verändert. Es wurde die Geschichte von Kindern verschiedener Herkunft erzählt, was sie für Träume haben und später ihren Platz in der Welt finden. Zwei Mankos: 1. Gesprochen wurde Chinesisch. Es gab zwar Untertitel auf Englisch, allerdings waren die bis zu einer gewissen Höhe der Leinwände ausgeblendet. 2. Irgendwie war es sehr "schleimig". Ständig wurde davon gesprochen, wie nahe sich Australien und Shanghai seien und so ein bla bla. Als wäre Shanghai Zentrum der Welt. Äääh. NÖ!


War ein bisschen wie im Zoo- aber ich war Besucher *gg*


spacige Pavillons gab es jeeeeeeeeede Menge. Falls man es nicht lesen kann: Das ist Portugal.


Soo, das muss erstmal reichen. Blogger streikt, also gibt's nun keine weiteren Fotos. Mal sehen, wann er wieder mitspielt *roll eyes* Oder ist das ein Zeichen, dass ich unbedingt was für die Uni tun sollte????
Habt einen schönen Abend!

Pony

Sonntag, 24. Oktober 2010

Ach, ich mag nicht :(

Hier passiert zur Zeit wenig bis gar nichts, ich weiß. An der Zeit liegt es nicht, der Studienbeginn ist schuld :(

Ab morgen geht die Uni richtig los, das heißt, ich bin unter der Woche in meiner WG und nicht hier zu Hause. Für mich ist das eine Qual, weil wir dort weder Festnetz- noch Internetanschluss haben und der Kontakt mit dem Traummann sehr, sehr eingeschränkt ist. Meine Mitbewohnerin will sich zwar schon ewig und 3 Tage drum kümmern, aber sie tut es nicht. Sie tut momentan eigentlich gar nichts, außer Müll liegen lassen, wenn sie weggeht, die Heizung aufdrehen und die Tür auflassen und lauter solche Scherze. Auch das verdirbt mir die Laune.

Eine passende und bezahlbare Wohnung für uns zwei haben wir auch noch nicht gefunden, dabei würde ich sooo gerne jeden Tag genießen, den wir noch haben. In etwa 2 Monaten beginnt dann die 3 jährige Odyssee "China". Wenn ich daran denke wird mir ganz schlecht.

Die Zeit rennt davon und ich versuche krampfhaft, sie festhalten, doch es klappt nicht. Garantiert entdeckt sie mit Abflug des Traummannes die Langsamkeit!

Ich geh jetzt duschen, danach muss ich fertig packen und dann ist der Tag auch schon rum.


Da ich aber gerade bei China bin gibt's wenigstens ein Foto. Das ist ein Toilettenhäuschen der Expo, schaut genau ;)


Habt einen schönen Abend und bis bald,

Pony

Donnerstag, 7. Oktober 2010

1. kommt es anders...

...und 2. als man denkt.

Vielen Dank euch allen für eure Genehsungswünsche. Leider bin ich immernoch nicht wieder auf dem Damm, hab immernoch tierische Kopfschmerzen und die Nase ist auch noch nicht in ihrer Bestform.

Jetzt liegt auch noch der Traummann flach, weil seine Weisheitszähne entfernt wurden. Hätte er mal auf seinen Zahnarzt gehört, der hatte ihm das nämlich schon vor ein paar Jahren nahegelegt. Dummerweise waren die Wurzeln mitlerweile sehr lang geworden und da sich dann noch irgendwas entzündet hatte, mussten sie raus. Es war wohl ziemlich fies, wie sie an ihm rumgewurschtelt haben und genau will ich das lieber gar nicht wissen (mir steht das noch bevor). Nun sitzt er hier mit zwei dicken Backen und diesem elendig leidenden Gesichtsausdruck, wie nur Männer ihn haben können und ich kümmer mich doch mehr um ihn als um mich.

Trotzdem gibt's heute einen Teil China ;)

Am Dienstag startete der Tag nicht so wunderbar. Ich war immernoch sooo unendlich müde und mit dem Frühstück hatte mein Magen immer so seine Bedenken. Da ich mich nicht sonderlich wohl gefühlt habe, hab ich einen kleinen Rundgang um's Hotel gemacht und ordentlich Kitschkram fotografiert.

Die Einfahrt vom Hotel war verziert mit einem kleinen Garten, der allerdings direkt an die Hauptstraße grenzt. Ist schon ein wenig seltsam durch die Idylle zu laufen und unentwegt diesen wahnsinnigen Krach zu hören.


Der Teich war voll mit Kois, teilweise riesengroß. Die Fotos sind leider nix geworden, weil das Wasser so eklig war, dass man die Fische nur erkennen konnte, wenn sie ihre Köpfe aus dem Wasser gestreckt haben :(

Bewacht von Terrakottasoldaten begann ich also meinen Streifzug ;)


Hatte ein bisschen was von Dschungelfeeling. Ich hab eine wahnsinns Panik vor Insekten, dementsprechend war mir dieses Grünzeug dort nicht so geheuer.


Wenn die echte Mauer schon nicht in der Nähe ist, baut man eben ein Stück nach. 


Der kleine Kerl flatterte darum und nachdem ich mich fast zu Tode erschreckt hatte, fand ich ihn auch ganz hübsch ;)


Der eine tritt den anderen mit Füßen - nicht nur typisch für China.


Leider hab ich absolut keine Ahnung, was dieses Ding für eine Bedeutung haben könnte. Der Traummann wusste es auch nicht, ich find's aber hübsch, deswegen zeig ich's :)

Und das war das Hotel. Im linken Block, 5 Stock von oben (28. Stock!) war unser Zimmer. Besteht Bedarf an Bildern vom Zimmer? Wenn ja, sagt Bescheid, dann poste ich welche davon. Finde die selbst nicht soo spannend, zumal alles viel schöner aussieht, als es tatsächlich war (schonmal nem Mildenzirkus beim Krabbeln im Teppich zugesehen? Nein? Bildungslücke!).


Den Nachmittag wollte ich eigentlich in der Stadt verbringen, allerdings war es so unglaublich heiß und schwül, dass ich es nicht ausgehalten habe. Bin also zu meinem Lieblingskaaffeeladen getigert, um mir einen erfrischenden Eiskaffee zu holen und gemütlich nen Muffin zu futtern. Leider musste ich nach dem Kauf feststellen, dass ich meine Enzymtabletten im Hotel hatte liegen lassen. Ich habe eine Laktoseintoleranz und für Notfälle und solche, die ich zu diesen deklariere, Enzymtabletten bei mir. Nungut, bin ich also direkt wieder zurück ins Hotel gefahren und hab meinen Muffin dort gefuttert!

Kurz darauf erreichte mich eine SMS vom Traummann, dass ich abends mit zum Geschäftsessen sollte und dass im Hotel angerufen und die Adresse hinterlegt wird. 'Na prima', dachte ich, denn darum wollte ich mich eigentlich drücken. Pech gehabt.

Zur vereinbarten Zeit ging ich also in die Lobby, um mich von einem Taxi zur Firma fahren zu lassen.

Das Drama in Kurzform:

Rezeptionstante schnallt nicht, was ich will. Ich sage ihr, dass jemand angerufen hat und auf meine Zimmernummer eine Adresse hat hinterlegen lassen. Sie sagt, dass niemand angerufen hat. Ich frage, woher sie das wissen will, sie hat ja nicht im PC nachgesehen! Sie sagt wieder, dass niemand angerufen hat. Das Ganze geht ne Weile hin und her, ich bin kurz vor'm Platzen, also ruf ich den Traummann an. Der widerum lässt jemanden im Hotel anrufen, der der Madame auf chinesisch erklärt, worum es geht. Sie weiß natürlich von nix, bla bla.

Das ist Tip Nr 6 (denke ich, ich hab ein bisschen den Überblick verloren *schäm*): Niemals nicht auf die Hilfe von anderen verlassen. Zumindest nicht, wenn es Chinesen sind. Geht in den meisten Fällen in die Hose.

Immerhin gab's ein schickes Auto und einen Fahrer, der ein bisschen Englisch konnte ;)

Das Essen war der absolute Wahnsinn. Ich hatte unheimlich Angst, dass es sehr scharf sein würde oder es etwas ekliges geben würde (wir erinnern uns an Montagmittag *örgs*), aber die anderen waren unheimlich freundlich und haben gefragt, ob und wir scharf das Essen sein darf. Es gab auch ausnahmslos nur "normales". Kurzzeitig wurde überlegt, Hund zu bestellen O_o Meinen entsetzten Blick haben sie wohl gesehen und es dann gelassen. Ok, das Tier war schon tot, aber trotzdem *huah*

Was ich an der chinesischen Art zu essen mag, ist, dass alle aus den selben Schüsseln essen. Dadurch ist es viel geselliger und auch entspannter, als wenn jeder seine eigene Portion in sich reinstopft. Es wurde zwar auch über's Geschäft gesprochen (ich hab dann brav weggehört), aber im Großen und Ganzen war's einfach nur ein unheimlich schöner Abend, mit witzigen Anekdoten und tollen Gesprächen. Meine Angst war also völlig unbegründet :)

An diesem Abend habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Muscheln gegessen und man hat gemerkt, dass sie mir geschmeckt haben *lach* Ich dachte irgendwie immer, dass alle Muscheln glitschig seien. Tja, wieder was gelernt, Frau Pony! Muscheln sind LECKER *yumm*

Soo, weiter geht's dann mit der EXPO, die habe ich nämlich am Mittwoch besucht. Am Donnerstag war ein weiteres Essen, noch viel besser als das vom Dienstag und am Freitag waren wir Wohnungen anschauen. Samstag lief dann schief, was schief laufen konnte und nachts ging es endlich, endlich wieder nach Hause.

Jetzt ruft mich aber die Nähmaschine, ich hör's ganz deutlich!

Einen schönen Abend wünsche ich euch,

eure Pony :)

PS: Hab ich eigentlich schonmal gesagt, wie sehr ich mich über jeden einzelnen Leser freue?? Ich freue mich wahnsinnig :)))

Donnerstag, 30. September 2010

krank :(

Hallihallo :)

Leider kann ich momentan nicht so wie ich es gern hätte. Hab mir einen fiesen Schnupfen eingefangen und kann das Monitorlicht momentan nicht ertragen :(

Bin aber schon wieder auf dem Weg der Besserung und denke, dass ich zum Wochenende wieder von Chinesen, die mich nicht verstehen wollten und Angst vor'm Essen berichten kann ;)

Bis dahin und packt euch gut ein, draußen ist es kalt :(

Alles Liebe,

Pony

PS: So, wenigstens ein Foto gibt's:

Sie werden überfahren in 09 Sekunden!


(Kein Witz! Wer bei -1 noch auf der Straße steht hat Pech gehabt oder sollte SCHNELL rennen können. Mich wundert es immernoch, dass ich nicht überfahren wurde - nichtmal fast *yeay*)

Freitag, 24. September 2010

Shanghai Teil 2

Soo, das Wohnzimmer ist nicht sauber, aber ich *gg* Nun geht's mir schon viel besser und ich kann frisch ans Werk gehen...

Mein zweiter Tag in Shanghai startete viiiel zu früh! Männe musste arbeiten und ich sollte Entertainment bekommen, damit mir nicht so langweilig ist. Nunja. Um halb 9 wurde ich abgeholt (deutsche Zeit: 2:30 Uhr NACHTS!). Danke, dass die chin. Rushhour noch schlimmer ist als alles, was man von hier kennt. Ich lag im Auto und schlief *gg*

Unser erster Stop war beim "Fabric Market" (einem von viiiel zu vielen!). Klang erstmal super, weil ich dachte, dass das ein chinesischer Stoff- und Kleidermarkt ist. Pah. Nix da! Tourifang vom feinsten. In der Halle waren lauter kleine Läden und ich hatte das Gefühl, dass es überall das gleiche gab. Ständig kam jemand "Lady, need i-phone, need watch? Rolex!" Ehrlich, ich kann niemandem sagen wie sehr ich sowas hasse! Von allen Seiten angebabbelt zu werden und nicht in Ruhe gucken können. Ich shoppe gerne, aber nur, wenn ich mir alles in Frieden anschauen und anprobieren kann. Wenn mir ständig jemand was neues in die Hand drückt und mich dabei noch zuquasselt, krieg ich ne Krise. Und wenn ich ein i-phone will, dann kauf ich mir das in China im Store, da gibt's das nämlich ohne Vertrag und viel billiger als hier. Hah!

Ich hab dann einfach angefangen und versucht, meinem Guide ein bisschen Infos aus der Nase zu ziehen. Wie alt er ist, was er macht usw. Sonderlich gesprächig war er leider nicht, aber er schien zu merken, dass ich mich da nicht wohl fühle. Also ging's zurück zum Wagen und ich hab erstmal einen Hilferuf an den Traummann geschickt. Der kontrollierte seine Mails und fand heraus, dass am Samstag eine Mail mit dem Tagesprogramm kam (das war natürlich total schlau, weil wir da ja schon im Flieger saßen). Shopping - den ganzen Tag! Eine Mall nach der nächsten, pro Mall 20 Minuten. Das wäre ja schön und gut gewesen, wenn's dazu auch ne goldene Kreditkarte gegeben hätte, aber ohne? Ohne mich!

Etwas überrascht sah er aus, der junge Kerl, als ich ihm mitteilte, dass ich von dem Programm nichts wusste und dass ich eigentlich dachte, ich bekomm ne Stadtführung und ein bisschen Kulturprogramm.

Hätte ich mal die Klappe gehalten! Unser Weg führte daraufhin nämlich zum Yuan Garden & Bazaar. Eigentlich ist es dort ganz hübsch, die Häuser sind im traditionell chinesischen Stil gebaut:



Außerdem gibt es einen Teich voller Kois mit einer sehr interessanten Brücke drüber und einen Tempel. Doof nur, dass das einer DER Tourianlaufpunkte ist und man seine eigenen Füße im Gewühl nicht sehen kann. Alles, was auf dem Bazaar angeboten wird, ist unglaublich teuer (für deutsche Verhältnisse!). Immerhin gab es einen Tempel. Zwar gibt es in der Stadt viiiel schönere und traditionellere, aber dass mein Begleiter von Kultur absolut gar nichts hielt, war schnell herausgefunden. Ich habe ihn gefragt, warum die Brücke so komisch gebaut ist (sie geht nicht gerade über den Teich, sondern ist verwinkelt). Er meinte, dass der Architekt das wohl besser fand. Den Ursprung hat diese Bauweise aber in einem alten Aberglauben, der besagt, dass böse Geister nicht um Ecken fliegen können, sondern nur geradeaus. Deswegen sind Eingänge auch oft so gemacht, dass man erst um eine Ecke gehen muss.

Im Tempel selbst standen riiiiesige goldene Figuren, die ziemlich kampflustig ausschauten. Die Wände waren mit wunderhübschen Bildern bemalt. Irgendwie hab ich vor lauter Glotzen leider vergessen, Fotos zu machen :(

Aber ein Außenbild hab ich:


Links ist noch ein kleinerer Extretempel, in dem die Menschen speziell für Reichtum beten. Als ich Austen (so hieß mein Guide) fragte, warum die Leute 10 Yuan (ca 1 Euro) Eintritt bezahlen um zu beten, statt das Geld einfach zu sparen, sah er mich sehr verwirrt an und meinte, ich sei so pragmatisch. Nunja, dass das mit dem logischen Denken in China oft nicht soo gut geklappt, hatte ich da schon öfter gemerkt ^^

Dann gab es Mittagessen. Eigentlich hatte ich mich vor allem auf's Essen gefreut. Der Traummann und ich kochen sehr oft selbst chinesisch und zwar nach echt chinesischen Rezepten (für manche braucht man sogar ein Wörterbuch, weil er sie nur in Schriftzeichen hat *upsi*) und ich liiiieb das! Im Restaurant standen an einer Wand entlang viele kleine Küchen, in denen die verschiedensten Dinge zubereitet wurden. Leider waren die Beschreibungen nur in Schriftzeichen und mein Guide konnte mir absolut nicht erklären, was was ist! Ich musste also mutig sein und nahm einfach irgendwas, das lecker aussah. Austen packte noch eine Spezialität auf sein Tablett, die sich als nur halbgekochtes und noch blutiges Hühnchen entpuppte. Da sah ich wirklich den Tod inform von Essen vor mir! Und das, wo ich doch soo gerne esse :(

Mit diesem Essen hatte ich einfach nur Pech. Die Teigtaschen, in denen angeblich Rindfleisch drin sein sollte, waren mit irgendwas gefüllt, das nach muffigen Erdnüssen schmeckte und wirklich ungenießbar war. Ich hatte extra noch Nudeln mit Gemüse genommen, weil man damit ja nichts falsch machen kann. Kann man schon, wenn einem der Begleiter nicht sagt, dass man die erst nochmal braten lassen muss! Das hab ich mir dann im Nachhinein so gedacht, als ich meine Erinnerungen durchgegangen bin. Dort hab ich mir darüber keine Gedanken gemacht, weil er die auch so gegessen hat. Blöde Möchtegernhöflichkeit da...

Ich hab also nicht wirklich was gegessen :(

Weiter ging's mit dem Standartprogramm: Wir fuhren zum Bund. Dort stehen tolle Häuser noch aus der fanzösischen Kolonialzeit:


Außerdem hat man einen tollen Blick über den Huangpu-River nach Pudong und die dortigen Gebäude. Aber seht selbst:


Diese "Kugelding" links ist der Fernsehturm und die Kugeln sind knallpink! Ehrlich! Ich dachte erst, dass es nur durch die Sonne so aussähe, aber sie sind es wirklich. Das Gebäude weiter rechts, das aussieht wie ein überdimensionaler Flaschenöffner, ist das World Financial Center. Es ist 492m hoch und damit das höchste Gebäude in Shanghai. Bis vor zwei Jahren war das noch der Jinmao-Tower, der direkt davor steht (dass die Perspektive so ungünstig ist, hab ich leider erst später bemerkt), der immerhin stolze 421m misst. Er hat 88 Stockwerke (8 ist DIE Glückszahl in China) und außen 13 Stufen. Die 13 ist widerum eine besondere Zahl im Buddhismus.

Bis 2014 sollen die beiden vom 632m hohen Shanghai Tower überragt werden, der als höchstes Gebäude der Welt angepriesen wird. Moment. Da war doch was in Dubai, oder? Ist wohl noch nicht angekommen...

Falls sich schon jemand gewundert hat, weil man den Himmel sehen kann: Wegen der Expo wurden sämtliche Großbaustellen geschlossen, so dass der Smog komplett verschwunden ist. ICH fand das super, die Chinesen nicht so wirklich, weil's sooo furchtbar warm ist. Zu den Klimaanlagen sag ich jetzt nix...

Nächste Station war ein Buchladen und da wurde meine Shoppinglust wach. Yippieh! Englischsprachige Bücher für nen Appel und ein Ei. Ehrlich. Bücher bekommt man in China nachgeworfen. Lesen steht wohl nicht SO hoch im Kurs. Austen kannte nichtmal Harry Potter!

Wie gesagt, ich kauf nicht gerne ein, wenn mir dabei ständig wer über die Schulter lugt, also hüpften nur drei Bücher in meine Tasche ("Memories of a Geisha" von Arthur Golden, "Alice's Adventures in Wonderland & Through the Looking-Glass" von Lewis Carrol und "Pride and Prejudice" von Jane Austen).

Danach durfte ich dann gändigerweise wieder ins Hotel, denn mehr Kultur ertrug mein Guide wohl nicht. Schade, denn ich hätte mir gerne noch ein Museum z.B. angesehen. Aber laut Austen gibt es da ja nur langweilige alte Dinge und so. Aha.

Abends, als der Traummann endlich von der Arbeit kam, gingen wir im Hotel essen. Man, hatte ich Angst, dass das wieder so ein Horror wird wie mittags! Aber ich hatte Glück und es schmeckte ganz wunderbar. Eben so, wie ich mir das vorgestellt hatte ;)

Hier noch ein paar Impressionen des Tages:


Ausblick aus dem Hotelzimmer, 28. (!!) Stock. Ich hab so doll Höhenangst, dass ich nicht bis direkt ans Fenster laufen konnte. Gruselig, oder?


In unmittelbarer Nähe zum Hotel: Die Formel 1 Rennstrecke von Shanghai. Das mit den roten Säulen ist die Boxengasse, im Hintergrund kann man Shanghai sehen.


Wenn man die Heimat vermisst, setzt man sich in der French Concession in den Paulaner Biergarten.


Inkl. Oktoberfest *lol* Ich hätte ja zu gerne ein paar Chinesen fotografiert, während sie durch die Löcher gucken, aber da waren weit und breit nur Europäer. Schade :(

So, genug Input für heute. Bis es weiter geht kann es etwas dauern. Wir fahren über's Wochenende zu den Traummanneltern und haben keinen wirklichen Plan, wann wir zurück kommen. Leider haben die ein so furchtbar lahmes Internet, dass Blogposten keinen Spaß macht, weil die Verbindung das einfach nicht schafft :(

Euch ein schönes Wochenende,

Pony