Donnerstag, 7. Oktober 2010

Lovechirp

Hat zufällig jemand Unmengen dieses Stoffes zu Hause gehortet und würde ein Stück davon hergeben? Also, ich find ihn ja schön, aber für 17 Euro / Meter (bei dawanda gesehen) ist er mir dann ehrlich gesagt auch nicht schön genug :-/

1. kommt es anders...

...und 2. als man denkt.

Vielen Dank euch allen für eure Genehsungswünsche. Leider bin ich immernoch nicht wieder auf dem Damm, hab immernoch tierische Kopfschmerzen und die Nase ist auch noch nicht in ihrer Bestform.

Jetzt liegt auch noch der Traummann flach, weil seine Weisheitszähne entfernt wurden. Hätte er mal auf seinen Zahnarzt gehört, der hatte ihm das nämlich schon vor ein paar Jahren nahegelegt. Dummerweise waren die Wurzeln mitlerweile sehr lang geworden und da sich dann noch irgendwas entzündet hatte, mussten sie raus. Es war wohl ziemlich fies, wie sie an ihm rumgewurschtelt haben und genau will ich das lieber gar nicht wissen (mir steht das noch bevor). Nun sitzt er hier mit zwei dicken Backen und diesem elendig leidenden Gesichtsausdruck, wie nur Männer ihn haben können und ich kümmer mich doch mehr um ihn als um mich.

Trotzdem gibt's heute einen Teil China ;)

Am Dienstag startete der Tag nicht so wunderbar. Ich war immernoch sooo unendlich müde und mit dem Frühstück hatte mein Magen immer so seine Bedenken. Da ich mich nicht sonderlich wohl gefühlt habe, hab ich einen kleinen Rundgang um's Hotel gemacht und ordentlich Kitschkram fotografiert.

Die Einfahrt vom Hotel war verziert mit einem kleinen Garten, der allerdings direkt an die Hauptstraße grenzt. Ist schon ein wenig seltsam durch die Idylle zu laufen und unentwegt diesen wahnsinnigen Krach zu hören.


Der Teich war voll mit Kois, teilweise riesengroß. Die Fotos sind leider nix geworden, weil das Wasser so eklig war, dass man die Fische nur erkennen konnte, wenn sie ihre Köpfe aus dem Wasser gestreckt haben :(

Bewacht von Terrakottasoldaten begann ich also meinen Streifzug ;)


Hatte ein bisschen was von Dschungelfeeling. Ich hab eine wahnsinns Panik vor Insekten, dementsprechend war mir dieses Grünzeug dort nicht so geheuer.


Wenn die echte Mauer schon nicht in der Nähe ist, baut man eben ein Stück nach. 


Der kleine Kerl flatterte darum und nachdem ich mich fast zu Tode erschreckt hatte, fand ich ihn auch ganz hübsch ;)


Der eine tritt den anderen mit Füßen - nicht nur typisch für China.


Leider hab ich absolut keine Ahnung, was dieses Ding für eine Bedeutung haben könnte. Der Traummann wusste es auch nicht, ich find's aber hübsch, deswegen zeig ich's :)

Und das war das Hotel. Im linken Block, 5 Stock von oben (28. Stock!) war unser Zimmer. Besteht Bedarf an Bildern vom Zimmer? Wenn ja, sagt Bescheid, dann poste ich welche davon. Finde die selbst nicht soo spannend, zumal alles viel schöner aussieht, als es tatsächlich war (schonmal nem Mildenzirkus beim Krabbeln im Teppich zugesehen? Nein? Bildungslücke!).


Den Nachmittag wollte ich eigentlich in der Stadt verbringen, allerdings war es so unglaublich heiß und schwül, dass ich es nicht ausgehalten habe. Bin also zu meinem Lieblingskaaffeeladen getigert, um mir einen erfrischenden Eiskaffee zu holen und gemütlich nen Muffin zu futtern. Leider musste ich nach dem Kauf feststellen, dass ich meine Enzymtabletten im Hotel hatte liegen lassen. Ich habe eine Laktoseintoleranz und für Notfälle und solche, die ich zu diesen deklariere, Enzymtabletten bei mir. Nungut, bin ich also direkt wieder zurück ins Hotel gefahren und hab meinen Muffin dort gefuttert!

Kurz darauf erreichte mich eine SMS vom Traummann, dass ich abends mit zum Geschäftsessen sollte und dass im Hotel angerufen und die Adresse hinterlegt wird. 'Na prima', dachte ich, denn darum wollte ich mich eigentlich drücken. Pech gehabt.

Zur vereinbarten Zeit ging ich also in die Lobby, um mich von einem Taxi zur Firma fahren zu lassen.

Das Drama in Kurzform:

Rezeptionstante schnallt nicht, was ich will. Ich sage ihr, dass jemand angerufen hat und auf meine Zimmernummer eine Adresse hat hinterlegen lassen. Sie sagt, dass niemand angerufen hat. Ich frage, woher sie das wissen will, sie hat ja nicht im PC nachgesehen! Sie sagt wieder, dass niemand angerufen hat. Das Ganze geht ne Weile hin und her, ich bin kurz vor'm Platzen, also ruf ich den Traummann an. Der widerum lässt jemanden im Hotel anrufen, der der Madame auf chinesisch erklärt, worum es geht. Sie weiß natürlich von nix, bla bla.

Das ist Tip Nr 6 (denke ich, ich hab ein bisschen den Überblick verloren *schäm*): Niemals nicht auf die Hilfe von anderen verlassen. Zumindest nicht, wenn es Chinesen sind. Geht in den meisten Fällen in die Hose.

Immerhin gab's ein schickes Auto und einen Fahrer, der ein bisschen Englisch konnte ;)

Das Essen war der absolute Wahnsinn. Ich hatte unheimlich Angst, dass es sehr scharf sein würde oder es etwas ekliges geben würde (wir erinnern uns an Montagmittag *örgs*), aber die anderen waren unheimlich freundlich und haben gefragt, ob und wir scharf das Essen sein darf. Es gab auch ausnahmslos nur "normales". Kurzzeitig wurde überlegt, Hund zu bestellen O_o Meinen entsetzten Blick haben sie wohl gesehen und es dann gelassen. Ok, das Tier war schon tot, aber trotzdem *huah*

Was ich an der chinesischen Art zu essen mag, ist, dass alle aus den selben Schüsseln essen. Dadurch ist es viel geselliger und auch entspannter, als wenn jeder seine eigene Portion in sich reinstopft. Es wurde zwar auch über's Geschäft gesprochen (ich hab dann brav weggehört), aber im Großen und Ganzen war's einfach nur ein unheimlich schöner Abend, mit witzigen Anekdoten und tollen Gesprächen. Meine Angst war also völlig unbegründet :)

An diesem Abend habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Muscheln gegessen und man hat gemerkt, dass sie mir geschmeckt haben *lach* Ich dachte irgendwie immer, dass alle Muscheln glitschig seien. Tja, wieder was gelernt, Frau Pony! Muscheln sind LECKER *yumm*

Soo, weiter geht's dann mit der EXPO, die habe ich nämlich am Mittwoch besucht. Am Donnerstag war ein weiteres Essen, noch viel besser als das vom Dienstag und am Freitag waren wir Wohnungen anschauen. Samstag lief dann schief, was schief laufen konnte und nachts ging es endlich, endlich wieder nach Hause.

Jetzt ruft mich aber die Nähmaschine, ich hör's ganz deutlich!

Einen schönen Abend wünsche ich euch,

eure Pony :)

PS: Hab ich eigentlich schonmal gesagt, wie sehr ich mich über jeden einzelnen Leser freue?? Ich freue mich wahnsinnig :)))

Dienstag, 5. Oktober 2010

Yippieh!

Endlich geht blogger wieder. In den letzten Tagen gab's irgendwie Probleme, nix hat funktioniert und wenn, dann nur ganz kurz :( Nu geht's natürlich, is ja klar, ich will ja auch ins Bett!

Also, ich bin wieder einigermaßen fit, allerdings hab ich jetzt noch eine Blasenentzündung bekommen :( Doof :( Aber ich denke, dass es ab morgen endlich weitergeht mit dem China-Bericht und genäht hab ich auch einiges. Erstmal muss der Traummann seine Weisheitszähne lassen, mal sehen, wie jammerig er danach sein wird.

Wann ist eigentlich Weihnachten?? Ich mag Herbst und Winter eigentlich üüüberhaupt gar nicht. Neulich hab ich aber eine wunderhübsche rote Schale gekauft mit Rentier drauf und so. Braucht kein Mensch sowas, aber ich fand die sooo schön und seitdem kann ich Weihnachten kaum noch abwarten.

Ich frag mich jetzt, ob das an den Medikamenten, der Entzündung oder daran liegt, dass ich seit über einer Woche mehr als 12 Stunden pro Nacht schlafe...

Soo, bis morgen dann :) Ich geh jetzt lieber schlafen, bevor ich noch mehr Unsinn zusammen spinne!

*wink*

Pony

Donnerstag, 30. September 2010

krank :(

Hallihallo :)

Leider kann ich momentan nicht so wie ich es gern hätte. Hab mir einen fiesen Schnupfen eingefangen und kann das Monitorlicht momentan nicht ertragen :(

Bin aber schon wieder auf dem Weg der Besserung und denke, dass ich zum Wochenende wieder von Chinesen, die mich nicht verstehen wollten und Angst vor'm Essen berichten kann ;)

Bis dahin und packt euch gut ein, draußen ist es kalt :(

Alles Liebe,

Pony

PS: So, wenigstens ein Foto gibt's:

Sie werden überfahren in 09 Sekunden!


(Kein Witz! Wer bei -1 noch auf der Straße steht hat Pech gehabt oder sollte SCHNELL rennen können. Mich wundert es immernoch, dass ich nicht überfahren wurde - nichtmal fast *yeay*)

Freitag, 24. September 2010

Shanghai Teil 2

Soo, das Wohnzimmer ist nicht sauber, aber ich *gg* Nun geht's mir schon viel besser und ich kann frisch ans Werk gehen...

Mein zweiter Tag in Shanghai startete viiiel zu früh! Männe musste arbeiten und ich sollte Entertainment bekommen, damit mir nicht so langweilig ist. Nunja. Um halb 9 wurde ich abgeholt (deutsche Zeit: 2:30 Uhr NACHTS!). Danke, dass die chin. Rushhour noch schlimmer ist als alles, was man von hier kennt. Ich lag im Auto und schlief *gg*

Unser erster Stop war beim "Fabric Market" (einem von viiiel zu vielen!). Klang erstmal super, weil ich dachte, dass das ein chinesischer Stoff- und Kleidermarkt ist. Pah. Nix da! Tourifang vom feinsten. In der Halle waren lauter kleine Läden und ich hatte das Gefühl, dass es überall das gleiche gab. Ständig kam jemand "Lady, need i-phone, need watch? Rolex!" Ehrlich, ich kann niemandem sagen wie sehr ich sowas hasse! Von allen Seiten angebabbelt zu werden und nicht in Ruhe gucken können. Ich shoppe gerne, aber nur, wenn ich mir alles in Frieden anschauen und anprobieren kann. Wenn mir ständig jemand was neues in die Hand drückt und mich dabei noch zuquasselt, krieg ich ne Krise. Und wenn ich ein i-phone will, dann kauf ich mir das in China im Store, da gibt's das nämlich ohne Vertrag und viel billiger als hier. Hah!

Ich hab dann einfach angefangen und versucht, meinem Guide ein bisschen Infos aus der Nase zu ziehen. Wie alt er ist, was er macht usw. Sonderlich gesprächig war er leider nicht, aber er schien zu merken, dass ich mich da nicht wohl fühle. Also ging's zurück zum Wagen und ich hab erstmal einen Hilferuf an den Traummann geschickt. Der kontrollierte seine Mails und fand heraus, dass am Samstag eine Mail mit dem Tagesprogramm kam (das war natürlich total schlau, weil wir da ja schon im Flieger saßen). Shopping - den ganzen Tag! Eine Mall nach der nächsten, pro Mall 20 Minuten. Das wäre ja schön und gut gewesen, wenn's dazu auch ne goldene Kreditkarte gegeben hätte, aber ohne? Ohne mich!

Etwas überrascht sah er aus, der junge Kerl, als ich ihm mitteilte, dass ich von dem Programm nichts wusste und dass ich eigentlich dachte, ich bekomm ne Stadtführung und ein bisschen Kulturprogramm.

Hätte ich mal die Klappe gehalten! Unser Weg führte daraufhin nämlich zum Yuan Garden & Bazaar. Eigentlich ist es dort ganz hübsch, die Häuser sind im traditionell chinesischen Stil gebaut:



Außerdem gibt es einen Teich voller Kois mit einer sehr interessanten Brücke drüber und einen Tempel. Doof nur, dass das einer DER Tourianlaufpunkte ist und man seine eigenen Füße im Gewühl nicht sehen kann. Alles, was auf dem Bazaar angeboten wird, ist unglaublich teuer (für deutsche Verhältnisse!). Immerhin gab es einen Tempel. Zwar gibt es in der Stadt viiiel schönere und traditionellere, aber dass mein Begleiter von Kultur absolut gar nichts hielt, war schnell herausgefunden. Ich habe ihn gefragt, warum die Brücke so komisch gebaut ist (sie geht nicht gerade über den Teich, sondern ist verwinkelt). Er meinte, dass der Architekt das wohl besser fand. Den Ursprung hat diese Bauweise aber in einem alten Aberglauben, der besagt, dass böse Geister nicht um Ecken fliegen können, sondern nur geradeaus. Deswegen sind Eingänge auch oft so gemacht, dass man erst um eine Ecke gehen muss.

Im Tempel selbst standen riiiiesige goldene Figuren, die ziemlich kampflustig ausschauten. Die Wände waren mit wunderhübschen Bildern bemalt. Irgendwie hab ich vor lauter Glotzen leider vergessen, Fotos zu machen :(

Aber ein Außenbild hab ich:


Links ist noch ein kleinerer Extretempel, in dem die Menschen speziell für Reichtum beten. Als ich Austen (so hieß mein Guide) fragte, warum die Leute 10 Yuan (ca 1 Euro) Eintritt bezahlen um zu beten, statt das Geld einfach zu sparen, sah er mich sehr verwirrt an und meinte, ich sei so pragmatisch. Nunja, dass das mit dem logischen Denken in China oft nicht soo gut geklappt, hatte ich da schon öfter gemerkt ^^

Dann gab es Mittagessen. Eigentlich hatte ich mich vor allem auf's Essen gefreut. Der Traummann und ich kochen sehr oft selbst chinesisch und zwar nach echt chinesischen Rezepten (für manche braucht man sogar ein Wörterbuch, weil er sie nur in Schriftzeichen hat *upsi*) und ich liiiieb das! Im Restaurant standen an einer Wand entlang viele kleine Küchen, in denen die verschiedensten Dinge zubereitet wurden. Leider waren die Beschreibungen nur in Schriftzeichen und mein Guide konnte mir absolut nicht erklären, was was ist! Ich musste also mutig sein und nahm einfach irgendwas, das lecker aussah. Austen packte noch eine Spezialität auf sein Tablett, die sich als nur halbgekochtes und noch blutiges Hühnchen entpuppte. Da sah ich wirklich den Tod inform von Essen vor mir! Und das, wo ich doch soo gerne esse :(

Mit diesem Essen hatte ich einfach nur Pech. Die Teigtaschen, in denen angeblich Rindfleisch drin sein sollte, waren mit irgendwas gefüllt, das nach muffigen Erdnüssen schmeckte und wirklich ungenießbar war. Ich hatte extra noch Nudeln mit Gemüse genommen, weil man damit ja nichts falsch machen kann. Kann man schon, wenn einem der Begleiter nicht sagt, dass man die erst nochmal braten lassen muss! Das hab ich mir dann im Nachhinein so gedacht, als ich meine Erinnerungen durchgegangen bin. Dort hab ich mir darüber keine Gedanken gemacht, weil er die auch so gegessen hat. Blöde Möchtegernhöflichkeit da...

Ich hab also nicht wirklich was gegessen :(

Weiter ging's mit dem Standartprogramm: Wir fuhren zum Bund. Dort stehen tolle Häuser noch aus der fanzösischen Kolonialzeit:


Außerdem hat man einen tollen Blick über den Huangpu-River nach Pudong und die dortigen Gebäude. Aber seht selbst:


Diese "Kugelding" links ist der Fernsehturm und die Kugeln sind knallpink! Ehrlich! Ich dachte erst, dass es nur durch die Sonne so aussähe, aber sie sind es wirklich. Das Gebäude weiter rechts, das aussieht wie ein überdimensionaler Flaschenöffner, ist das World Financial Center. Es ist 492m hoch und damit das höchste Gebäude in Shanghai. Bis vor zwei Jahren war das noch der Jinmao-Tower, der direkt davor steht (dass die Perspektive so ungünstig ist, hab ich leider erst später bemerkt), der immerhin stolze 421m misst. Er hat 88 Stockwerke (8 ist DIE Glückszahl in China) und außen 13 Stufen. Die 13 ist widerum eine besondere Zahl im Buddhismus.

Bis 2014 sollen die beiden vom 632m hohen Shanghai Tower überragt werden, der als höchstes Gebäude der Welt angepriesen wird. Moment. Da war doch was in Dubai, oder? Ist wohl noch nicht angekommen...

Falls sich schon jemand gewundert hat, weil man den Himmel sehen kann: Wegen der Expo wurden sämtliche Großbaustellen geschlossen, so dass der Smog komplett verschwunden ist. ICH fand das super, die Chinesen nicht so wirklich, weil's sooo furchtbar warm ist. Zu den Klimaanlagen sag ich jetzt nix...

Nächste Station war ein Buchladen und da wurde meine Shoppinglust wach. Yippieh! Englischsprachige Bücher für nen Appel und ein Ei. Ehrlich. Bücher bekommt man in China nachgeworfen. Lesen steht wohl nicht SO hoch im Kurs. Austen kannte nichtmal Harry Potter!

Wie gesagt, ich kauf nicht gerne ein, wenn mir dabei ständig wer über die Schulter lugt, also hüpften nur drei Bücher in meine Tasche ("Memories of a Geisha" von Arthur Golden, "Alice's Adventures in Wonderland & Through the Looking-Glass" von Lewis Carrol und "Pride and Prejudice" von Jane Austen).

Danach durfte ich dann gändigerweise wieder ins Hotel, denn mehr Kultur ertrug mein Guide wohl nicht. Schade, denn ich hätte mir gerne noch ein Museum z.B. angesehen. Aber laut Austen gibt es da ja nur langweilige alte Dinge und so. Aha.

Abends, als der Traummann endlich von der Arbeit kam, gingen wir im Hotel essen. Man, hatte ich Angst, dass das wieder so ein Horror wird wie mittags! Aber ich hatte Glück und es schmeckte ganz wunderbar. Eben so, wie ich mir das vorgestellt hatte ;)

Hier noch ein paar Impressionen des Tages:


Ausblick aus dem Hotelzimmer, 28. (!!) Stock. Ich hab so doll Höhenangst, dass ich nicht bis direkt ans Fenster laufen konnte. Gruselig, oder?


In unmittelbarer Nähe zum Hotel: Die Formel 1 Rennstrecke von Shanghai. Das mit den roten Säulen ist die Boxengasse, im Hintergrund kann man Shanghai sehen.


Wenn man die Heimat vermisst, setzt man sich in der French Concession in den Paulaner Biergarten.


Inkl. Oktoberfest *lol* Ich hätte ja zu gerne ein paar Chinesen fotografiert, während sie durch die Löcher gucken, aber da waren weit und breit nur Europäer. Schade :(

So, genug Input für heute. Bis es weiter geht kann es etwas dauern. Wir fahren über's Wochenende zu den Traummanneltern und haben keinen wirklichen Plan, wann wir zurück kommen. Leider haben die ein so furchtbar lahmes Internet, dass Blogposten keinen Spaß macht, weil die Verbindung das einfach nicht schafft :(

Euch ein schönes Wochenende,

Pony

Verlosung bei Vio

Gerade noch rechtzeitig entdeckt und schnell mitgemacht ;) Vios bunte Welt verlost Überraschungen und ich bin schon sehr gespannt, welches Buch sie sich für den ersten Platz ausgesucht hat. Egal, ob ich gewinne oder nicht ;)

Also los, bis heute Abend kann man noch mitmachen!

Ich putz jetzt mein Wohnzimmer und nachher geht's endlich mit meinem Chinabericht weiter!

Bis dann,

Pony

Mittwoch, 22. September 2010

Shanghai Teil 1

So. In den nächsten Tagen werd ich ein bisschen über meine Erlebnisse in Shanghai berichten. Eine genaue Aufteilung hab ich noch nicht im Kopf, aber das wird schon werden. Zum Schluss wird's dann eine kleine Liste mit Tipps geben, was man bedenken oder beachten sollte, wenn man sich in diesen Horror Stadt wagt.

Los ging es am Samstag, den 04. September 2010 gegen 15 Uhr. Wir flogen von Frankfurt a. M. mit China Eastern Airlines in einem Airbus A 330 (das erfuhr ich erst, als ich schon drin saß, sonst hätte ich mir das Ganze wohl nochmal überlegt!). Der Flug war soweit ok, ich fliege einfach nicht gerne :( Eigentlich finde ich das Ganze sehr faszinierend, über den Wolken schweben und so. Wenn ich dann aber in der Anzeige sehe, wie hoch wir sind und dann wackelt der Vogel vielleicht sogar noch - dann saust mir das Herz in die Hose und ich sehe irgendwelche Absturzbilder vor meinem inneren Auge... Dieses Mal hatte ich medizinische Unterstützung, so dass sich meine Panik zumindest in Maßen hielt. Trotzdem brauche ich solche langen Flüge nicht. Man kann sich nicht richtig bewegen, man hat keinen Platz, die Luft ist so trocken und dann dieses monotone Brummen der Turbinen...

Dementsprechend war ich also froh, nach 13 (!!) Stunden wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Draußen war es unglaublich heiß und stickig, zum Glück ergatterten wir eins der Taxis, die schon dort standen und mussten nicht warten. Ca. 80 km waren es vom Flughafen bis zum Hotel, hundemüde wie ich war hab ich mich einfach auf die Rückbank gelegt und geschlafen. Anschnallen kann man in den meisten Taxis sowieso knicken, außer an den Vordersitzen gibt es keine Anschnalldinger (also diese Teile, wo man die Gurte reinsteckt).
Schlafen war sowieso die bessere Alternative, als europäischer Autofahrer erleidet man im chin. Straßenverkehr nämlich so manchen Fast-Herzinfarkt. Aus 3 Spuren werden da locker mal 5, Geschwindigkeitsbegrenzungen sind Richtlinien, Ampeln hübsche Dekoration und Blinker überflüssig, man hat ja ne Hupe! Auch die Fahrtrichtung wird gern mal nach Gutdüng bestimmt. Ich werd mal versuchen, ne Zeichnung davon zu machen.

Bezahlt haben wir für die Action ca. 30 Euro - VERSUCH DAS MAL HIER!

Das Hotel erschien auf den ersten Blick ganz ok, aber eigentlich war's mir total egal. Ich war sooo unglaublich müde! China ist uns zeitmäßg 6 Stunden voraus. Das klang für mich erstmal wenig und ich hab nicht erwartet, dass es so heftige Auswirkungen auf mich haben wird.

Nach dem Mittagsschläfchen sind wir dann mit der U-Bahn in die Stadt gefahren. Unglaublich eigentlich, dass wir dabei nicht erfroren sind. Die Wagen waren auf gefühlte 5 Grad minus gekühlt und wir haben in unseren kurzen Sachen doch ganz schön gefroren!

Für die ungeduldigen hier also schonmal Tip 1: Einen dünnen Schal einpacken und immer mitnehmen. Der Klimaanlagenfetisch ist in China unglaublich verbreitet und wenn man das nicht gewöhnt ist, mutiert man ziemlich schnell zum Eiszpafen *bibber*

Unterwegs wurde dann ein Vorurteil schonmal bestätigt: Gesittetes Ein- und Aussteigen? Ach wohin, wir bilden einfach eine Mauer in der Bahn und draußen und sobald die Türen aufgehen, rennen beide gegeneinander. Wer die Ellenbogen am weitesten ausfahren kann, gewinnt.

Hat man den (langen!) Weg nach draußen erstmal gefunden, sieht man als Frau vom Land (also ich ^^) erstmal die Stadt vor lauter Häusern nicht.


Viele heben sich durch interessante Formen von der Masse ab:

(Das ist übrigens das Marriott Hotel)

Während der Traummann munter drauf losstiefelte, klammerte ich mich fast schon verzweifelt an ihm fest. Ich bin nicht sonderlich erfahren, was Großstädte angeht und in Frankfurt schon überfordert. Nicht auszudenken, den T. dort zu verlieren!

Hier Tip Nr 2: Bei einem längeren Aufenthalt sollte man sich an einem Kiosk chinesische Simkarten besorgen. Sie sind relativ günstig (je mehr 8en in der Nummer sind, umso teurer ist sie) und müssen auch nicht irgendwie freigeschaltet werden. Namen o.ä. muss man auch nicht angeben. Karte ins Handy und los!

Wir sind natürlich direkt an DER Shoppingmeile Shanghais ausgestiegen, der Nanjing Road. Dort steht eine Mall neben der nächsten, alle paar Meter gibt es Starbucks, Mäckes und Co und die Preise sind unglaublich hoch (außer beim Essen - bei Mäckes kann man mit 3 Leuten für das gleiche Geld essen, das man hier für eine Person hinlegt). Gerade Kleidung ist dort viel teurer als hier. Vom typischen China dort also keine Spur!
In fast jeder Mall gibt es Restaurants, in denen man wirklich chinesisch, günstig und lecker essen kann - wenn man mutig ist und einfach irgendwas nimmt, was den Augen gefällt. Die Beschreibungen sind in den meisten nämlich nur chinesisch. Zum Glück kann der T. genug chinesisch, um Essen zu bestellen *puh*

Hier also Tip Nr 3: Man darf sich auf keinen Fall auf seine Englischkenntnisse verlassen! Ich habe nur sehr wenige Chinesen getroffen, die so gut Englisch sprachen, dass man sie verstehen konnte und das waren leider nicht die Bedienungen im Restaurant oder bei Starbucks. Selbst an der Hotelrezeption waren wir so einige Male aufgeschmissen, dazu aber später mehr. Wer länger dort bleiben will, sollte sich vorher unbedingt einen Chinesischkurs auferlegen!

Den Rest des Tages liefen wir einfach so durch die Gegend, um zu schauen und uns zu orientieren. Unglaublich, aber die Menschenmassen nehmen nie ab. Egal, ob Tag, ob Nacht, die Stadt scheint immer überzuquellen vor Leuten. Liegt vielleicht daran, dass es auch nachts fast taghell ist:



Zum Glück hatten wir einen echt guten Reiseführer mit, der ausführliche Karten und eine gute Metroübersicht lieferte. So konnten wir uns relativ gut zurecht finden. Ein absoluter Vorteil ist, dass an (fast) jeder Kreuzung Straßenschilder stehen, auf denen die Himmelsrichtungen angegeben sind. Davon hab ich leider kein Foto, aber das sieht dann ungefähr so aus:

W Nanjing Rd. E (also: links ist Westen, rechts Osten)

Ich hatte irgendwann genug Reizüberflutung und war sehr froh, als wir uns auf den Weg ins Hotel machten.

An dieser Stelle Tip Nr 4: Schon bei der Ankunft sollte man sich ein paar Visitenkarten des Hotels mitnehmen, auf denen Name und Adresse auch in Schriftzeichen angegeben sind. Ich hatte immer eine in der Hosentasche, in der Handtasche und im Geldbeutel. Wenn man mit dem Taxi fährt, kann man dem Fahrer anders nämlich nicht erklären, wo man hin will.

Dummerweise hatte ich zu Hause gar nicht an die Internetsperre gedacht und war dementsprechend sauer, als ich feststellen musste, dass man u.a. auf blogspot nicht zugreifen kann. So war's also nix mit zwischendurch mal melden oder so :-/

Tip Nr 5: Wer also auch im Urlaub bloggen will, sollte sich dafür entweder eine eigene website anlegen oder nach Alternativen schauen (also, den maki-blog und sämtliche wordpress-blogs konnte ich öffnen).

So, das war's erstmal. Ich genieße jetzt das schöne Wetter und schreibe nachher weiter. Kommentare und Fragen sind gern gesehen, Bilder kommen auch noch mehr (spätestens im Expo-Teil wird's wohl eine Bilderflut geben).

Bis später,

Pony