Hallöchen miteinander :)
Wie so manche Leserin ja bemerkt hat, war ich in den letzten Monaten blogtechnisch nicht mal mehr sporadisch aktiv, sondern in der Versenkung verschwunden. Ich habe nun die letzten Tage überlegt, ob ich über den Grund dieses Verschwindens schreiben soll oder nicht. Nach dem Lesen des heutigen Ordnungshüterinnen-Post habe ich mich dafür entschieden - auch und vor allem für mich selbst. Das www vergisst schließlich nichts und in den Tiefen meiner Festplatte würde der Text wohl auf Nimmerwiedersehen untergehen.
Wie ja einige wissen, habe ich mich letzten Oktober von T., früher-bekannt-als-Traummann, getrennt. Diese Entscheidung kam für viele überraschend und auch irgendwie übereilt. Statt mich erstmal in Ruhe mit allem auseinander zu setzen, habe ich alle Emotionen in diesem Zusammenhang in einen "Schrank" gesperrt, bin erst zu einer Freundin und dann in die Studienstadt gezogen. In den Pausen zwischen Arbeit und Uni gab es für mich eigentlich nur eins: Partys bis zum Umfallen. Und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich entweder in der Uni, arbeiten oder feiern war. Schlaf war Mangelware, dafür floss Alkohol in rauen Mengen. So im Nachhinein muss ich auch ehrlich zugeben, dass mein Freundeskreis "sauber" ist hat mich wahrscheinlich davor bewahrt, mit Schlimmerem in Kontakt zu kommen. Ich denke, ihr versteht, was ich meine.
Wie das Leben so spielt, näherten T. und ich uns irgendwann wieder an. Meine (katastrophale) finanzielle Situation, aber auch familiäre Rückschläge wie der Tod meiner Großtante, hatten eine emotionale Talfahrt ausgelöst, die er zumindest zeitweise stoppte.Wieder stopfte ich allerhand Gefühlskram in den "Schrank", ohne weiter darüber nachzudenken oder zu reflektieren.
Als T. von einem Tag auf den anderen plötzlich eine Neue hatte, wurde aus meiner Talfahrt ein freier Fall. Die Türen des imaginären Schranks gaben nach und der ganze Berg aufgestauter Emotionen verschiedenster Art begrub mich, wie eine Lawine.
In der folgenden Nacht wachte ich mit einer Panikattacke auf, die es in sich hatte. Damit hatte ich zu der Zeit, als T. in China arbeitete, schon meine Erfahrungen gesammelt, aber diese Nacht übertraf alles. Wenn ich nur daran denke, kriecht die nackte Angst meinen Rücken hinauf. Egal, was ich unternahm, nichts half. Ich stolperte stundenlang wie ein eingesperrtes Raubtier durch die Wohnung, gefangen in meiner Gefühlswelt, ohne Ausweg. Nach 4 Stunden (!) lies die Panik schließlich etwas nach und machte einem Weinkrampf Platz. Auch dieser war nicht in den Griff zu kriegen, weshalb ich schließlich beim Arzt landete und mit Beruhigungsmittel vollgepumpt wurde. Es dauerte weitere 3 Stunden, bis die Heulerei aufhörte und ich fähig war, einigermaßen klar zu denken.
Leider sollte diese Attacke nicht die einzige bleiben und mein emotionaler freier Fall war für mich nicht mehr aufzuhalten, weshalb ich mich schließlich erst in die Hände eines Therapeuten und später in die von Medikamenten begab. Letztere hauten mich mit ihren Nebenwirkungen körperlich zwar erstmal um, brachten mich seelisch aber sehr schnell wieder in Richtung Gleichgewicht, so dass ich schlaflose Nächte, Panik und Heulkrämpfe langsam aber sicher hinter mich bringen konnte.
Die Nebenwirkungen ließen leider nur bedingt nach und ich hatte wochenlang zu kämpfen, wusste aber, dass ich meiner Seele diesen Schutz noch nicht wegnehmen konnte und durfte. Doch das Schicksal zeigte sich einsichtig und ich traf zufällig jemanden, der meinen Fall erst bremste und schlussendlich dabei half, ihn komplett zu beenden. Ohne es zu wissen, half M. mir, mein Selbstbewusstsein wieder zu finden und polierte es nebenbei auch ordentlich auf ;-) Er hob den "Schrank" an und ich räumte nach und nach den ganzen Emotionsmüll darunter raus und auf.
Einiges musste und muss in diesem "Schrank" bleiben, kann nicht aufgeräumt werden. Seit der Therapie ist mir das klar. Aber irgendwie ist es auch ein bisschen beruhigend zu wissen, dass man an diesen Päckchen nicht rumdoktern muss, sondern sie einfach da lassen kann, wo sie sind!
Ich bin jedenfalls froh, dass ich den Mut hatte, mir Hilfe zu suchen und diese in jeder Form angenommen habe, auch die medikamentöse. In dieser Hinsicht war ich sehr überrascht von der Reaktion meiner Freunde. Ich habe nur einer Hand voll davon erzählt, aber bis auf eine reagierten alle mit Bestürzung ob meiner schlimmen Verfassung und Verständnis dafür, dass ich die Tabletten nahm. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet und es verhinderte, dass ich mich abkapselte (wie hätte ich die Nebenwirkungen zB erklären sollen, hätte niemand davon gewusst?!?).
Mittlerweile bin ich wieder frei von Medizin und soweit stabil. Es wäre gelogen zu behaupten, über alles hinweg zu sein. Aber ich weiß jetzt zumindest, wo meine Schwachpunkte liegen und kann besser auf mich aufpassen. Im Nachhinein stellte sich übrigens raus, dass M. auch mit einigem zu kämpfen hatte, als wir uns kennen lernten. Wir haben uns gegenseitig aufgebaut, ohne es zu merken. Schon irgendwie lustig. Wie schlimm es mir wirklich ging und wie viel er für mich getan hat, weiß er gar nicht. Wer weiß, vielleicht erzähle ich ihm irgendwann mal davon.
Ich wünsche niemandem, dass er so etwas durchmachen muss! Aber bitte scheut euch nicht, Hilfe anzunehmen, wenn ihr einmal in einer Sackgasse steckt. Man muss sich nicht quälen und allein durch die Hölle gehen! Oft hört man "Da musst du halt durch.", aber das stimmt nicht. Ganz im Ernst? Man kann auch ohne Strom, fließendes Wasser und Heizung leben. Machen wir aber nicht und warum? Weil es das Leben unnötig erschwert!
Oha, obwohl ich das Ausmaß meiner Verfassung nur angerissen habe, ist das hier ein halber Roman geworden. Ich bin ja gespannt, ob das überhaupt jemand liest ;-) Für mich ist es gut, dass ich diese Zeit so zusammengefasst habe und das ist mir eigentlich das wichtigste.
Achja, eine weitere Hilfe war mir übrigens dieses Buch bzw. das Hörbuch dazu: "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner. Die Geschichte ist fast schon identlich mit meiner, was mich manchmal ein bisschen erschreckt hat. Auf der Onlineplattform des STERN habe ich einen "ganz okayen" (der Ausdruck stammt aus dem Buch ;-) Oha, ist das jetzt ein Plagiat??) Artikel darüber gefunden - auch wenn da mal jemand vor der Veröffentlichung hätte Korrekturlesen sollen.
Donnerstag, 22. August 2013
Montag, 12. August 2013
12 von 12 aka Lebenszeichen
Ihr Lieben, ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Lange ist der letzte Post her, mein Leben ist mit mir mal wieder davon gerannt in den letzten Monaten... Heute gibt es also ein kleines Lebenszeichen in Form von 12 von 12 und feierlich gelobte Besserung.
Sodelle, das war mein Tag auch schon. Ich geh nun schlafen und träume hoffentlich von einem neuen Bloglayout, vielen Postideen und noch mehr Zeit zum Schreiben... Mehr 12 von 12 wie immer HIER.
Gibt ja schon kreative Menschen in dieser Stadt ;)
Bruschetta mal anders - Tomaten- und Avocadowürfel auf Räuchertofu *yumm*
Verdauungsschmöker - Die Geschichte ist bisher ganz gut, der Schreibstil leider zum Schreien und Davonrennen *seufz*
Eigentlich wollte ich heute Fenster putzen...
...doch dann hat das Wetter sich so schnell verschlechtert, dass ich gerade noch meine Wäsche retten konnte.
Also hab ich mein Hörbuch angeworfen...
...und mich der Bügelwäsche gewidmet. Während der Hitzewelle war es in meinen 4 Wänden kaum auszuhalten, mit dem Bügeleisen wäre das hier also ne Sauna geworden. Entsprechend groß war der Wäscheberg, durch den ich mich kämpfen musste.
Gut, dass irgendwann irgendwer das elektrische Licht erfunden hat. Hätte ich das vorhin genutzt, hätte ich die Gießkanne nicht umgeworfen und den Flur nicht putzen müssen, weil ich nicht 10 Liter Wasser vergossen hätte... Hätte, hätte, Fahrradkette!
Essensplanung für morgen.
Und ne to-do-Liste. Ich Schussel hab heute schon wieder die Hälfte vergessen zu erledigen.
Jetzt gibt's noch neue Musik auf die Ohren...
...und das Ding kommt ab, ich geh nämlich schlafen und die Schiene macht so hässliche Abdrücke im Gesicht, wenn man drauf schläft :-/
Donnerstag, 9. Mai 2013
Iron Man 3
Tja, was soll ich sagen. Ich liebe die Iron Man-Reihe, ich fand die ersten beiden Filme schon sehr geil und wurde auch vom dritten Teil nicht enttäuscht. Ich hatte ein bisschen Angst, dass sich die Liebesgeschichte zwischen Tony und Pepper ab jetzt so richtig durch den Plot ziehen und alles romantisieren würde. Tut sie nicht, puh! Iron Man kann eben die Welt retten, sein Mädchen lieben und trotzdem die coole Großschnauze bleiben, die er ist. Und mal ehrlich: verweichlichte Superromantiker gibt's in Hollywood nun wirklich genug.
"Is that all you've got? A cheap trick and a cheesy one-liner?" Tony Stark: "Sweetheart, 'a cheap trick and a cheesy one-liner' could be the name of my autobiography!"
Ich jedenfalls liebe Iron Man gerade wegen seiner großen Klappe, wegen der dummen Sprüche und seines großartigen Humors. Die Story hat mir auch gefallen, war nicht zu vorhersehbar und diese ganze Mandarin-Geschichte fand ich schon sehr amüsant. Die Action war, wie zu erwarten, völlig übertrieben, abgedreht und absolut unlogisch. Aber wer Logik will, soll bitte ein Sudoku ausfüllen und sich nicht so nen Film reinziehen!
3D hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Bin da generell kein Fan von und habe auch das Gefühl, dass einem als Brillenträger einiges entgeht, weil man ja zwei Brillen voreinander hat. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Effekt darunter leidet. Abgesehen davon ist es natürlich auch ganz schön teuer! Wir haben für zwei Kinokarten + Snacks knapp 40 Euro gelatzt - dafür muss ich fast 6 Stunden arbeiten! Leider laufen viele Filme im heimischen Kino aber nur noch in 3D, was leider zur Folge hat, dass ich nur noch sehr selten gehe. Aber Iron Man ist für mich einfach ein MUSS!
Also, wer die ersten beiden Filme mochte, wird den 3. auch mögen, wer die ersten sche**e fand, wird den 3. auch sche**e finden xD
Bin jetzt gespannt, wie es weiter geht. Auf der Leinwand war am Schluss ein "Iron Man will return" zu lesen, ob dieser dann aber von Rober Downey jr. gespielt wird, steht in den Sternen. Für mich gehören die beiden untrennbar zusammen und sollte Marvel da keinen neuen Vertrag mit R. D. jr an den Start bringen, bin ich aus der Nummer raus...
Habt ihr den Film schon gesehen? Was sagt ihr dazu? Oder ist das alles überhaupt nix für euch?
Habt noch einen schönen Feiertag :)
Pony
PS: Auf ne Zusammenfassung der Story hab ich jetzt mal verzichtet, kann man ja via Suchmaschine in Erfahrung bringen...
"Is that all you've got? A cheap trick and a cheesy one-liner?" Tony Stark: "Sweetheart, 'a cheap trick and a cheesy one-liner' could be the name of my autobiography!"
Ich jedenfalls liebe Iron Man gerade wegen seiner großen Klappe, wegen der dummen Sprüche und seines großartigen Humors. Die Story hat mir auch gefallen, war nicht zu vorhersehbar und diese ganze Mandarin-Geschichte fand ich schon sehr amüsant. Die Action war, wie zu erwarten, völlig übertrieben, abgedreht und absolut unlogisch. Aber wer Logik will, soll bitte ein Sudoku ausfüllen und sich nicht so nen Film reinziehen!
3D hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Bin da generell kein Fan von und habe auch das Gefühl, dass einem als Brillenträger einiges entgeht, weil man ja zwei Brillen voreinander hat. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Effekt darunter leidet. Abgesehen davon ist es natürlich auch ganz schön teuer! Wir haben für zwei Kinokarten + Snacks knapp 40 Euro gelatzt - dafür muss ich fast 6 Stunden arbeiten! Leider laufen viele Filme im heimischen Kino aber nur noch in 3D, was leider zur Folge hat, dass ich nur noch sehr selten gehe. Aber Iron Man ist für mich einfach ein MUSS!
Also, wer die ersten beiden Filme mochte, wird den 3. auch mögen, wer die ersten sche**e fand, wird den 3. auch sche**e finden xD
Bin jetzt gespannt, wie es weiter geht. Auf der Leinwand war am Schluss ein "Iron Man will return" zu lesen, ob dieser dann aber von Rober Downey jr. gespielt wird, steht in den Sternen. Für mich gehören die beiden untrennbar zusammen und sollte Marvel da keinen neuen Vertrag mit R. D. jr an den Start bringen, bin ich aus der Nummer raus...
Habt ihr den Film schon gesehen? Was sagt ihr dazu? Oder ist das alles überhaupt nix für euch?
Habt noch einen schönen Feiertag :)
Pony
PS: Auf ne Zusammenfassung der Story hab ich jetzt mal verzichtet, kann man ja via Suchmaschine in Erfahrung bringen...
Freitag, 12. April 2013
12 von 12 im April
Heute bin ich mal wieder bei 12 von 12 dabei. Falls jemand nicht
weiß, worum es geht: am 12. des Monats macht man 12 Fotos und postet
sie. Gesammelt wird der Spaß bei Draußen nur Kännchen. Los geht's:
1. Nach dem Aufwachen werden erstmal die virtuellen Tiere gefüttert. 2. Blick aus dem Fenster - wenigstens kein Schnee mehr!
3. Seit heute gehöre ich zu den gefühlt 1 Millionen Attila-Challengern. 4. Lecker Pancakefrühstück gegen trübes Wetter. Ist übrigens nur so wenig, weil mir der erste Pancake total verbrannt ist *haha*
5. Musik angeschmissen und 6. den Putzlappen geschwungen. Schwedenmöbel sind echte Staubfänger :(
7. zufällig wieder nen Blick aus dem Fenster geworfen: Juhu, die Sonne scheint! 8. Zimmerplanung. Momentan steht mein Bett am Fenster und der Schreibtisch in der dunkelsten Ecke des Zimmers. Völlig idiotisch so!
9. Statt so auf dem Boden gestapelt zu werden, wohnen meine "Bettbücher" jetzt in einem Korb. 10. Blick vom Bett aus. Der TV ist zum Glück nicht angeschlossen, sonst wäre der Bettbücherstapel sicherlich viiiiel höher ^^
11. Essens- und Einkaufsplanung für morgen. 12. Nun noch den Post abschicken und dann mach ich's mir in meinem Kissenberg gemütlich :)
Mehr 12 von 12 findet ihr HIER
1. Nach dem Aufwachen werden erstmal die virtuellen Tiere gefüttert. 2. Blick aus dem Fenster - wenigstens kein Schnee mehr!
3. Seit heute gehöre ich zu den gefühlt 1 Millionen Attila-Challengern. 4. Lecker Pancakefrühstück gegen trübes Wetter. Ist übrigens nur so wenig, weil mir der erste Pancake total verbrannt ist *haha*
5. Musik angeschmissen und 6. den Putzlappen geschwungen. Schwedenmöbel sind echte Staubfänger :(
7. zufällig wieder nen Blick aus dem Fenster geworfen: Juhu, die Sonne scheint! 8. Zimmerplanung. Momentan steht mein Bett am Fenster und der Schreibtisch in der dunkelsten Ecke des Zimmers. Völlig idiotisch so!
9. Statt so auf dem Boden gestapelt zu werden, wohnen meine "Bettbücher" jetzt in einem Korb. 10. Blick vom Bett aus. Der TV ist zum Glück nicht angeschlossen, sonst wäre der Bettbücherstapel sicherlich viiiiel höher ^^
11. Essens- und Einkaufsplanung für morgen. 12. Nun noch den Post abschicken und dann mach ich's mir in meinem Kissenberg gemütlich :)
Mehr 12 von 12 findet ihr HIER
Mittwoch, 13. März 2013
Abschied
"Und wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung."
Gestern ist meine Großtante gestorben. Obwohl sie krank war, kam es doch sehr unerwartet und in mein Leben reißt dieser Verlust ein Loch. Tante Inge war in meiner Familie eine Ausnahme - einer der wenigen Menschen, auf die man zählen konnte, die immer für einen da waren und wahrscheinlich sogar der einzige Mensch, der mich und meinen gewählten Lebensweg unterstützt hat. Nie hat sie an mir gezweifelt oder meine Entscheidungen in Frage gestellt. Immer hatte sie ein offenes Ohr und stand jedem mit Rat und Tat zur Seite. "Das geht nicht!" hörte man aus ihrem Mund nicht. "Wir kriegen / Du kriegst das schon hin!" waren ihre Worte. Sie hat sich um jeden anderen mehr gesorgt als um sich. Dass ihr ausgerechnet das mal zum Verhängnis werden würde, hat niemand erwartet.
Mit gerade einmal 67 Jahren mussten wir sie gehen lassen - in unserer Familie kein Alter. Es ist noch nichtmal 2 Jahre her, dass ihre Mutter gestorben ist.
Am 24. Januar hatte meine Oma Geburtstag und Inge war nicht da, weil sie bereits im Krankenhaus war. Obwohl wir wussten, dass es sie noch gibt, war es komisch. Sie fehlte sonst nie auf einem Geburtstag, war eine Partymaus, ne richtige Stimmungskanone. Wir haben sie vermisst, aber noch davon gesprochen, dass sie beim nächsten Geburtstag wieder dabei ist. Dass sie nun nie wieder dabei sein wird, kann ich noch nicht begreifen...
Inge, auch wenn der gestrige Tag für dich eine Erlösung war, so werde ich dich doch sehr vermissen. Ich bin froh, dich gekannt und dich in meinem Leben gehabt zu haben.
Sonntag, 10. März 2013
Dinge, die die Welt nicht braucht
Letzte Nacht hab ich geträumt, dass ich zum Tod durch den Scheiterhaufen verurteilt wurde. Warum weiß ich nicht, bzw kann mich nicht dran erinnern.
Aber ich lebte im Hier und Jetzt, nix Mittelalter, 21. Jahrhundert. Im Hintergrund sang mein Kopf "Girl on Fire" von Alicia Keys.
Bin ehrlich beeindruckt von meinem Unterbewusstsein, dass es wusste, dass ich das mit dem Lied irgendwie lustig finden würde.
Trotzdem beschäftigt mich das Ganze und gab meinem Tag ein Gefühl der Beklemmung.
Ätzend sowas!
Aber ich lebte im Hier und Jetzt, nix Mittelalter, 21. Jahrhundert. Im Hintergrund sang mein Kopf "Girl on Fire" von Alicia Keys.
Bin ehrlich beeindruckt von meinem Unterbewusstsein, dass es wusste, dass ich das mit dem Lied irgendwie lustig finden würde.
Trotzdem beschäftigt mich das Ganze und gab meinem Tag ein Gefühl der Beklemmung.
Ätzend sowas!
Dienstag, 5. Februar 2013
"Ich finde nicht...
...dass du zu dick bist!" so läutete mein lieber Mitbewohner D. vor kurzem eine zünftige Küchendiskussion ein. Er hatte abends Nudeln gekocht und gefragt, ob ich mitessen wolle. Diese Einladung habe ich verneint und erklärt, dass ich erstmal wieder auf abendliche Kohlenhydrate verzichten werde. Durch den ganzen Stress in den letzten Wochen / Monaten habe ich sehr unregelmäßig und unbedacht gegessen, was sich sofort auf meine Hüften, meinen Bauch und mein Gesicht geschlagen hat. 10kg mehr als mir lieb sind trage ich derzeit mit mir herum. 10kg - die Hälfte an Gewicht, was ich mal verloren habe, ist damit wieder drauf!
Aber zurück zu D. Diese Aussage bekomme ich öfter zu hören, wenn es um mein Gewicht / meine Unzufriedenheit damit geht. Dabei behaupte ich gar nicht, zu dick zu sein. Ich gehe nichtmal so weit zu sagen, dass ich überhaupt dick bin. Ich bin 1,68m groß (oder klein >_< ) und wiege z.Zt. 68kg (2 habe ich schon erfolgreich verjagt, ha!). Das klingt erstmal normal, macht aber einen BMI von 24,1. Bis 25 ist in meinem Alter ok, was bedeutet, dass ich näher an "nicht mehr ok" als an "noch nicht ok" bin. Außerdem ist mein Körperfettanteil für mein Alter zu hoch, v.a. am Bauch. Das Gesicht meiner Hausärztin hättet ihr sehen müssen, als sie mir das gesagt hat xD "Frau Pony, ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen das sagen soll. Ich hab das zwar schon öfter Patienten gesagt, aber niemals jemanden von Ihrer Statur. Also, so blöd das jetzt klingt, aber Ihr Körperfettanteil ist zu hoch!"
Und schlussendlich mein persönlichstes Argument überhaupt: Ich fühle mich absolut nicht wohl so! Ich bin schon froh, dass unsere Badspiegel sehr hoch hängen. So muss ich mich nach dem Duschen nicht sehen - will ich nämlich nicht! Ich will auch keine Hosen in Größe 40 kaufen, aber die 38 ohne viel Stretch passen nicht mehr. 40 - da ist ne 4 vorne. Das erinnert mich an früher, 80kg Kampfgewicht, Größe 44. So will ich nie wieder sein!
Ich verstehe nicht, warum man erst "zu dick" sein muss, um abnehmen wollen zu dürfen. Was ist "zu dick" überhaupt? Wer bestimmt über "zu dick", "gut so", "zu dünn"? Warum MUSS ich mich mit einer normalen Figur abfinden, warum MUSS ich mich rechtfertigen, weil ich lieber sportlichschlank sein möchte? Warum darf ich nicht sagen, dass mir mein Bauch so nicht gefällt, nur, weil er nicht "fett" ist?
Ehrlich, würde ich ne 36 tragen und mich auf Gedeih und Verderb auf 34 runterhungern wollen, dabei ständig Abstriche machen und jeden Spaß am Leben und Genießen verlieren, könnte ich dieses Drama ja verstehen. Wer sein Gewicht nur halten kann, in dem er permanent strengstens Diät hält, sollte sich wirklich Gedanken machen, ob er seinem Körper damit gut tut. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich eines auf dieser Welt über alles liebe und das ist ESSEN. Nicht alles und auch nicht in abartigen Mengen. Aber ich könnte z.B. niemals eine Nulldiät oder so einen Suppen-Crash-Diät-Schwachsinn durchziehen. Ich esse am liebsten 3 warme Mahlzeiten pro Tag und zelebriere das mit größtmöglicher Sorgfalt. Essen streichelt meine Seele und kochen lässt mein Gedankenkarussel zumindest kurzzeitig etwas langsamer rotieren.
Seit einer Woche achte ich also wieder mehr auf das, was ich esse. Koche für die Uni vor, statt das zu essen, was in der Mensa eben da ist. Plane, um Heißhungerattacken und damit verbundene Gänge zum Snackautomaten o.ä. zu vermeiden. Chips kaufe ich keine mehr, auch meine geliebte Cola hab ich erstmal gestrichen. Das einzige Süße, das bleiben durfte, sind Toffifees. Die kann man gut dosieren: eins raus nehmen, Packung wegtun, eins genießen. Dann Zähne putzen und ab ins Bett *gg* Wenn ich weiß, dass ich irgendwas da habe, hält sich meine Lust auf Süßigkeiten eher in Grenzen.
Außerdem habe ich mir ein Sportprogramm zusammengestellt. 3-4 Mal die Woche gibt's 30 Minuten Workout, speziell für Arme, Bauch und Rücken. Meine Beine sind toll, die mag ich wie sie sind, die dürfen so bleiben. Länger als 30 Minuten halte ich derzeit nicht durch. Sobald ich fitter werde, werden Sportdosis und Ernährung wieder angeglichen.
Meine Freundinnen haben mich für verrückt erklärt, weil ich ausgerechnet in der Prüfungswoche damit angefangen habe. Lustigerweise hat es mir aber total gut getan: Ich bin morgens nach dem Sport viel fitter in der Uni gewesen, habe länger durchgehalten, war nicht so viel müde. Nachts habe ich besser geschlafen, da ich nicht so spät und nicht mehr so viel gegessen habe.
Das bestärkt mich widerum in dem Gefühl, dass es so mit mir nicht weitergehen konnte. Nach einer Woche bin ich nun schon 2 Kilo los, schlafe gut und bin einfach irre stolz auf mich, dass ich es tatsächlich schaffe, für den Sport ne Stunde eher aufzustehen. Ich bin nämlich ne Schlafmütze und schlafe eigentlich immer so lange es nur geht!
Mein Ziel sind 10 Kilo in 3 Monaten. Das halte ich für realistisch und es erlaubt mir, nicht auf ein Crashdiätformat zurückgreifen zu müssen, sondern das Ganze mit vernünftiger Ernährungsumstellung zu schaffen. Ich will versuchen, diesen Werdegang hier ein bisschen zu dokumentieren. Einerseits, weil es mich motiviert (jetzt wisst ihr's ja alle xD), andererseits aber auch, um bei Bedarf auf etwaige Ideen / Pläne etc zurückgreifen zu können. Aus meiner letzten Abnehmphase von vor 3 Jahren habe ich nichts mehr. Keine Ahnung, was ich damals gegessen habe, wie schnell / langsam die Kilos gepurzelt sind usw.
Und noch eine Anmerkung zum Schluss: Ich möchte niemanden angreifen, der Größe 40 oder größer trägt oder was auch immer. Hier geht es einzig und allein um MICH, um MEIN Gewicht, um MEIN Wohlfühlen.
So, und jetzt gehe ich schlafen, damit ich morgen um halb 8 fit für mein Quälprogramm bin *huah*
Aber zurück zu D. Diese Aussage bekomme ich öfter zu hören, wenn es um mein Gewicht / meine Unzufriedenheit damit geht. Dabei behaupte ich gar nicht, zu dick zu sein. Ich gehe nichtmal so weit zu sagen, dass ich überhaupt dick bin. Ich bin 1,68m groß (oder klein >_< ) und wiege z.Zt. 68kg (2 habe ich schon erfolgreich verjagt, ha!). Das klingt erstmal normal, macht aber einen BMI von 24,1. Bis 25 ist in meinem Alter ok, was bedeutet, dass ich näher an "nicht mehr ok" als an "noch nicht ok" bin. Außerdem ist mein Körperfettanteil für mein Alter zu hoch, v.a. am Bauch. Das Gesicht meiner Hausärztin hättet ihr sehen müssen, als sie mir das gesagt hat xD "Frau Pony, ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen das sagen soll. Ich hab das zwar schon öfter Patienten gesagt, aber niemals jemanden von Ihrer Statur. Also, so blöd das jetzt klingt, aber Ihr Körperfettanteil ist zu hoch!"
Und schlussendlich mein persönlichstes Argument überhaupt: Ich fühle mich absolut nicht wohl so! Ich bin schon froh, dass unsere Badspiegel sehr hoch hängen. So muss ich mich nach dem Duschen nicht sehen - will ich nämlich nicht! Ich will auch keine Hosen in Größe 40 kaufen, aber die 38 ohne viel Stretch passen nicht mehr. 40 - da ist ne 4 vorne. Das erinnert mich an früher, 80kg Kampfgewicht, Größe 44. So will ich nie wieder sein!
Ich verstehe nicht, warum man erst "zu dick" sein muss, um abnehmen wollen zu dürfen. Was ist "zu dick" überhaupt? Wer bestimmt über "zu dick", "gut so", "zu dünn"? Warum MUSS ich mich mit einer normalen Figur abfinden, warum MUSS ich mich rechtfertigen, weil ich lieber sportlichschlank sein möchte? Warum darf ich nicht sagen, dass mir mein Bauch so nicht gefällt, nur, weil er nicht "fett" ist?
Ehrlich, würde ich ne 36 tragen und mich auf Gedeih und Verderb auf 34 runterhungern wollen, dabei ständig Abstriche machen und jeden Spaß am Leben und Genießen verlieren, könnte ich dieses Drama ja verstehen. Wer sein Gewicht nur halten kann, in dem er permanent strengstens Diät hält, sollte sich wirklich Gedanken machen, ob er seinem Körper damit gut tut. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich eines auf dieser Welt über alles liebe und das ist ESSEN. Nicht alles und auch nicht in abartigen Mengen. Aber ich könnte z.B. niemals eine Nulldiät oder so einen Suppen-Crash-Diät-Schwachsinn durchziehen. Ich esse am liebsten 3 warme Mahlzeiten pro Tag und zelebriere das mit größtmöglicher Sorgfalt. Essen streichelt meine Seele und kochen lässt mein Gedankenkarussel zumindest kurzzeitig etwas langsamer rotieren.
Seit einer Woche achte ich also wieder mehr auf das, was ich esse. Koche für die Uni vor, statt das zu essen, was in der Mensa eben da ist. Plane, um Heißhungerattacken und damit verbundene Gänge zum Snackautomaten o.ä. zu vermeiden. Chips kaufe ich keine mehr, auch meine geliebte Cola hab ich erstmal gestrichen. Das einzige Süße, das bleiben durfte, sind Toffifees. Die kann man gut dosieren: eins raus nehmen, Packung wegtun, eins genießen. Dann Zähne putzen und ab ins Bett *gg* Wenn ich weiß, dass ich irgendwas da habe, hält sich meine Lust auf Süßigkeiten eher in Grenzen.
Außerdem habe ich mir ein Sportprogramm zusammengestellt. 3-4 Mal die Woche gibt's 30 Minuten Workout, speziell für Arme, Bauch und Rücken. Meine Beine sind toll, die mag ich wie sie sind, die dürfen so bleiben. Länger als 30 Minuten halte ich derzeit nicht durch. Sobald ich fitter werde, werden Sportdosis und Ernährung wieder angeglichen.
Meine Freundinnen haben mich für verrückt erklärt, weil ich ausgerechnet in der Prüfungswoche damit angefangen habe. Lustigerweise hat es mir aber total gut getan: Ich bin morgens nach dem Sport viel fitter in der Uni gewesen, habe länger durchgehalten, war nicht so viel müde. Nachts habe ich besser geschlafen, da ich nicht so spät und nicht mehr so viel gegessen habe.
Das bestärkt mich widerum in dem Gefühl, dass es so mit mir nicht weitergehen konnte. Nach einer Woche bin ich nun schon 2 Kilo los, schlafe gut und bin einfach irre stolz auf mich, dass ich es tatsächlich schaffe, für den Sport ne Stunde eher aufzustehen. Ich bin nämlich ne Schlafmütze und schlafe eigentlich immer so lange es nur geht!
Mein Ziel sind 10 Kilo in 3 Monaten. Das halte ich für realistisch und es erlaubt mir, nicht auf ein Crashdiätformat zurückgreifen zu müssen, sondern das Ganze mit vernünftiger Ernährungsumstellung zu schaffen. Ich will versuchen, diesen Werdegang hier ein bisschen zu dokumentieren. Einerseits, weil es mich motiviert (jetzt wisst ihr's ja alle xD), andererseits aber auch, um bei Bedarf auf etwaige Ideen / Pläne etc zurückgreifen zu können. Aus meiner letzten Abnehmphase von vor 3 Jahren habe ich nichts mehr. Keine Ahnung, was ich damals gegessen habe, wie schnell / langsam die Kilos gepurzelt sind usw.
Und noch eine Anmerkung zum Schluss: Ich möchte niemanden angreifen, der Größe 40 oder größer trägt oder was auch immer. Hier geht es einzig und allein um MICH, um MEIN Gewicht, um MEIN Wohlfühlen.
So, und jetzt gehe ich schlafen, damit ich morgen um halb 8 fit für mein Quälprogramm bin *huah*
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